INTERVIEW MIT BENEDICT CUMBERBATCH (Sherlock Holmes)

"Die Art und Weise, wie gut die erste Staffel von Sherlock angenommen wurde hat mich sehr verzückt", antwortet Benedict, wenn man ihn auf die Reaktion seiner zeitgemäßen Interpretation des beratenden Detektivs aus der ersten Staffel befragt. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Serie zu drehen, und umso schöner ist es, dass diese Freude auch entsprechend honoriert wurde und so gut ankommt."

Aber nicht nur die Zuschauer der Serie fanden Gefallen an Benedicts Interpretation von Sherlock, er wurde sogar zu einer Art Mode-Ikone:

"Mit dem Mantel z.B. war das so eine Sache, denn in den Original Conan Doyle Büchern findet man bereits so viele Dinge über Sherlock, die der heutigen Zeit entsprechen. Da war es also mit das Schwierigste, die richtige Kleidung zu finden und ihn für den heutigen Zuschauer entsprechend zu kleiden bzw. ein entsprechend zeitgenössisches Profil zu finden."

"Der Mantel entsprang einer Idee von Ray Holman, dem Kostümdesigner. Sherlocks Anzüge besitzen eine sterile, lineare und routinemäßige Schönheit, da gibt es nichts Prahlerisches oder Auffallendes. Sie sind sehr gut geschnitten, funktional und dennoch sehr modern, und ich denke, das rundet Sherlocks Profil perfekt ab."

Die Staffel besitzt sehr viel Humor, was vor allem auf die Entwicklung der Freundschaft zwischen Sherlock und John zurückzuführen ist und der Versuch mit der Persönlichkeit des Anderen umzugehen und leben zu können.

"Ich denke, dass sich der Humor eher aufgrund neuer Situationen entwickelt und sich nicht allein durch ihre Beziehung darstellt. Ohne zu viel verraten zu wollen, in der neuen Staffel gibt es einige sehr nette Momente aber natürlich bleibt auch nach wie vor Platz für die Komik, nämlich dann wenn John Sherlock wiedermal schwer zurechtweist. John weiß jetzt, mit wem er es in Sherlock zu tun hat und akzeptiert ihn als Freund. Ich denke, was wir von John in dieser Staffel mehr sehen werden, ist der Versuch diese Beziehung anderen Personen zu erklären."

Vieles drehte sich bisher ja um die Beziehung zwischen Sherlock und Watson, und um möglichen Spekulationen vorzubeugen lassen die Autoren zum Auftakt der Episode Eins gleich eine Liebhaberin ins Spiel kommen, Irene Adler.

"Stimmt, während der letzen Staffel wurde sehr viel Zeit darauf verwendet, die Beziehung zwischen den beiden zusammenlebenden Männern zu zeigen, was viele Zuschauer nicht richtig verstanden haben. Aber in Episode Eins gibt es eine sehr deutliche weibliche Präsenz in Form von Irene Adler, und sie ist mehr als nur ein Ebenbild Sherlocks. Es ist wirklich sehr nett, eine weibliche Kontrahentin zu haben."

"Irene Adler ist jemand, die unglaublich viel Kraft besitzt. Sie ist sehr hübsch, unglaublich intelligent, hat eine hohe Auffassungsgabe und ist äußerst ideenreich. Viele ihrer Eigenschaften spiegeln sich mit denen Sherlocks und auch sie geht nicht wirklich tolerant mit Dummköpfen um. Dennoch sind Steven und Mark sich einig, es ist Sherlock "und" Liebe, nicht Sherlock "in" Liebe. Trotzdem können die Zuschauer viel Flirterei erwarten!"

Benedict fasst zusammen, was die Zuschauer in den drei neuen Folgen erwarten wird: "In der zweiten Staffel wollten wir die Charaktere reifen lassen, trotzdem aber natürlich einige der Dinge, die die Serie so erfolgreich werden ließen, beibehalten. So sind John und Sherlock nun zu einem Team zusammengewachsen, klar, es gibt immer noch einige dieser "Ich kann nicht fassen, dass er das getan hat" Momente, aber im Großen und Ganzen stellen sie jetzt eine Einheit dar. Die Charaktere reifen und sie stehen vor ihren bisher größten Herausforderungen. Ich denke, wenn sich etwas geändert hat, dann dass er (Sherlock) menschlicher geworden ist."

Und auf die Frage auf was sich das Publikum in Staffel Zwei freuen kann.

"Ich glaube, das Publikum erwartet drei unglaublich unterschiedliche Filme. Die erste Episode ist etwas fürs Herz, was immer das bei Sherlock bedeuten mag, die zweite Episode ist voller Horror und Spannung und die dritte ist eine ziemliche Gefühlssachterbahn gepaart mit spannungsgeladenen Momenten, also kann sich das Publikum auf Liebe, Horror und Spannung freuen! "

Sherlock Holmes
Sherlock Holmes
Sherlock Holmes